Raymond E. Feist

Raymond E(lias) Feist wurde 1945 in Los Angeles geboren und studierte in San Diego. Viele Jahre hat er Rollenspiele und Computerspiele entwickelt und als Fotograf gearbeitet. Mit einer Studentengruppe, den sogenannten “Thursday Nighters” entwarf er die Welt Midkemia als eine Variation des Rollenspiels Dungeons & Dragons. 1977 gründeten sie die Midkemia-Press, die Produkte zur Midkemia-Welt entwarf und veröffentlichte. Raymond Feist nahm die Idee der Welt und entwickelte daraus eine Romanidee und schrieb sie schließlich 1979 in seinem Debutroman “Magician” nieder. Die Serien um die Welten Midkemia und Kelewan wurden ein riesengroßer Erfolg und inzwischen sind bereits 23 Bücher erschienen.

Die Geschichte der Welt Midkemia enthält eine Reihe kriegerischer Auseinandersetzungen mit Wesen anderer Dimensionen und Welten, die Midkemia über magische Öffnungen, sogenannte Spalte, erreichten. Kriege, die aus Übertritten feindlicher Armeen durch solche Spalte erwirkt oder vorbereitet wurden, werden in der Geschichtsschreibung von Midkemia als Spaltkriege bezeichnet. Die Geschichte von Midkemia enthält fünf solcher Spaltkriege, die Raymond Feist mit seinen Büchern chronologisch erzählen will. Neben den fünf Sagen, die inhaltlich die fünf Kriege beschreiben (Krieg 1 durch die Riftwar-Saga, Krieg 2 – Serpentwar-Saga, Krieg 3 – Darkwar-Saga, Krieg 4 – Demonwar-Saga, Krieg 5 – Chaoswar-Saga) hat Feist noch eine Reihe anderer Werke geschrieben, die zwischen den Kriegen angesiedelt sind und vor allem zur Überleitung und Charakterentwicklung dienen.

Besonders gelungen sind die wirklich detailliert ausgearbeiteten Charaktere die Raymond Feist in seinen Büchern beschreibt. Jeder hat eine eigene Persönlichkeit, seine Eigenheiten, Macken und Probleme. Dadurch wachsen einem die Personen im Verlauf des Lesens so ans Herz, das man es dem Autor schon manchmal übel nehmen möchte, wenn mal einer in einem Band nicht vorkommt. Vor allem der Zauberer Pug, der in vielen Bänden aller Midkema-Reihen vorkommt, durchlebt eine sehr abwechslungsreiche Biographie vom Waisenkind, Zauberlehrling, Sklaven über einen mächtigen Zauberer bis zu einer Art Halbgott. Eine andere beliebte Figur ist zum Beispiel auch James oder “Jimmy die Hand”, der sich vom Straßendieb zum Herzog von Krondor hocharbeitet und eine Wandlung vom frechen Jungen zum gutmütigen Vater durchmacht. Das sind aber nur zwei von den vielen Charakteren die einem in den Büchern von Raymond Feist begegnen, und auch die anderen sind nicht weniger Interessant.

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Raymond Feist bei Wikipedia

Wikipediaseite über Midkemia

Crydee.com Die offizielle Webseite von Raymond Feist

Hall of Worlds Gut gemachte Fansite mit sehr vielen Infos.


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2 Anmerkungen zu “Raymond E. Feist”

  1. A. König sagt:

    hallo
    Schöne Beschreibung von Feists Werken. Vor allem das Hervorheben der Charakterentwicklung ist gut. Hier würde ich jedoch noch R. Avery erwähnen, den vielleicht detailliertesten und sehr realistischen Charakter. Auch ist die Bezeichnung “gutmütiger Vater” für Herzog James eher unpassend. Seine einzigen Leidenschaften waren seine Frau und Krondor. Sein Sohn hatte nie wirklich sein eigenes Leben gehabt.

    A. König

  2. Katrin sagt:

    Herzog James war ein gutmütiger Grossvater. Die Jungs wurden mehrmals aus dem Palast geworfen weil sie es mal wieder übertrieben haben, aber immer wieder vom Grossvater unter seine Fittiche genommen. Die Enkel arbeiteten auch für ihn (Dash berichtete ihm über die Aktivitäten von Roo), und nicht für den Vater.
    Die Beziehung von Herzog James zu seinem Sohn war komplizierter. Zum einen weil er seinem Sohn den Namen Arutha gab – nach dem Mann, den er am meisten bewunderte. So lastete auf Arutha ein Druck, sich selber zu beweisen. Schliesslich war Arutha der Sohn eines grossen Mannes (vom Dieb zum Herzog – nicht schlecht) und benannt nach einem noch grösseren Mann. Entgegen der Meinung von A. König hat Arutha meiner Meinung nach seinen eigenen Weg gefunden. Nach seinem Tod wurde er als grossartiger Verwalter und Stratege bezeichnet. Aber die Erwartungen der Leute an ihn lasteten auf ihm, aber da konnte nicht einmal Herzog James etwas dagegen tun. Deshalb wären Spekulationen, dass Herzog James seinen Sohn vernachlässigt hat, unzulässig – wir wissen es schlichtweg nicht. Und ich kann es mir nicht vorstellen.
    Die Enkel hingegen hatten dieses Problem nicht. Manchmal realisierten sie auch gar nicht, was ihr Grossvater wirklich alles gemacht hatte – für sie waren es spannende Geschichten am Lagerfeuer. Sie konnten daher ungezwungener mit Herzog James umgehen.

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